Bayerns Antisemitismusbeauftragter Spaenle begrüßt Digitalisierung des Archivs der historischen jüdischen Gemeinde Regensburg

„Ein erster Schritt auf dem Weg zur Umsetzung eines Leitprojekts des Jubiläumsjahres – Regensburg setzt Eckstein für die Dokumentation jüdischen Lebens in Bayern“

MÜNCHEN. Der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe, Dr. Ludwig Spaenle, hat heute die Digitalisierung der Archivalien und historischen Dokumente der jüdischen Gemeinde in Regensburg begrüßt. „Das ist ein freudiges Ereignis und wichtiger Eckstein für eines der zentralen Leitprojekte zu jüdischer Geschichte und jüdischem Alltagsleben im Festjahr. Ich danke hier der Stadt Regensburg für ihr beispielhaftes Vorgehen und ihr nachhaltiges Engagement“, so Dr. Spaenle. Regensburg ist der Ort, an dem am frühesten jüdisches Leben im heutigen Bayern nachgewiesen ist. Der Beleg stammt auf dem späten 10. Jahrhundert, auch wenn es als sicher gilt, dass Jüdinnen und Juden in diesem Gebiet bereits seit der Spätantike lebten.

„Die Digitalisierung der Archive ehemaliger jüdische Gemeinden, die heute in den Central Archives for the History of the Jewish People in Jerusalem aufbewahrt werden, gehört zu drei bayernweite Leitprojekten für das Festjahr ,1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland‘“, so Regierungsbeauftragter Ludwig Spaenle. Die Koordination für die Digitalisierung der Archive der historischen bayerischen jüdischen Gemeinden hat die Generaldirektion der bayerischen staatlichen Archive.

Die beiden anderen bayerischen Leitprojekte sind: die Inventarisierung jüdischer Friedhöfe unter Federführung des Landesamts für Denkmalpflege sowie die Vernetzung der unterschiedlichen digitalen Projekte zu jüdischem Leben in Bayern – unter einem virtuellen „Dach“ unter Federführung des Hauses der Bayerischen Geschichte.

29.11.2021Presse

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