Schirmherrschaft des Beauftragten

Kreativwettbewerb für Schülerinnen und Schüler sowie Jugendorganisationen im Rahmen des Projektes: Antisemitismus. Nein Danke!

Antisemitismus ist in den letzten Jahren sichtbarer geworden: auf Demonstrationen und im Netz, stellenweise auch auf den Schulhöfen. Diesem gesamtgesellschaftlichen Problem gilt es schon in den Schulen zu begegnen. Der Wettbewerb will für die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus die kreativen Kräfte der bayerischen Schülerschaft freisetzen. Gesucht sind daher digitale Beiträge (längstens 5 Minuten) zum Thema ANTISEMITISMUS. NEIN DANKE!

Hier gehts zum Videoclip

Inhalte und Ziel des Wettbewerbs
Die Beiträge sollen mit dem Thema Antisemitismus und dessen Bekämpfung kreativ umgehen. Gefragt sind etwa Texte, Hörspiele, Podcasts, Musik, Videos, Graphik in digitaler Form. Die Dauer darf dabei 5 Minuten nicht überschreiten, es können auch aussagekräftige Kurzclips von wenigen Sekunden sein. Aus den Beiträgen soll der selbstständige und altersgerechte Zugriff der Teilnehmenden auf die Problematik deutlich hervorgehen. Die Siegerbeiträge werden in diversen sozialen Medien des Wertebündnis Bayern und des GIM München öffentlich distribuiert.

1. Wer kann mitmachen?
Im Rahmen des Wettbewerbs sind Schülerinnen und Schüler ab der 5. Jahrgangsstufe aller Schularten und Jugendgruppen in Bayern aufgerufen, sich mit dem oben genannten Thema kreativ auseinanderzusetzen. Die Beiträge können z. B. in Einzelarbeiten, Gruppen-, Klassenarbeiten, in Form eines „Projekttages“ und natürlich auch in der Freizeit, also außerhalb des Unterrichts, entstehen.

2. Ablauf des Wettbewerbs
a) Wertungskategorien
Die Arbeit muss in eine der folgenden Kategorien einzuordnen sein: – Texte aller Gattungen, auch Comics (pdf) – Hörspiel/Podcast (max. 5 Minuten Länge, mp3), gerne auch ganz kurze Podcasts – Musik (bis max. 5 Minuten Länge, mp3) – Video (bis max. 5 Minuten Länge, es können auch aussagekräftige Kurzclips von wenigen Sekunden sein, mp4) – Grafik (von der Postkarte bis zum Poster, jpg oder pdf)
In der Kategorie Grafik sind alle Stile und Techniken erlaubt. Das Bild muss eingescannt / abfotografiert und digital im oben genannten Dateiformat eingereicht werden. Es werden nur Arbeiten angenommen, die eigenständig und ohne fremde Hilfe oder Vorlagen gestaltet wurden. Sollte die angegebene Zeit nicht ausreichen, wird um individuelle Rücksprache gebeten.

b) Einreichung
Jeder Teilnehmer/jede Teilnehmerin bzw. jedes teilnehmende Team (interessierte Schülerinnen und Schüler in Eigenregie bzw. mit den betreuenden Lehrkräften) reicht die Arbeit in elektronischer Form per E-Mail an Corinna Wagner (corinna.wagner@gimuenchen.de) ein. Mit der jeweiligen Arbeit ist auch das beiliegende Anmeldeformular digital mitzusenden.

c) Format der Einsendungen
Für die Inhalte verwenden Sie bitte die Dateiformate wie bei a) angegeben.

d) Einsendeschluss
Einsendeschluss für alle Beiträge ist der 24.02.2023.

e) Was gibt es zu gewinnen?
Unter allen Teilnehmenden werden die besten und kreativsten Ideen und Ergebnisse von einer unabhängigen Jury bewertet und prämiert. Neben den zwei ersten Preisen (vormittags Besichtigung der ehemaligen Synagoge Ichenhausen samt Ausstellung „Juden auf dem Land“, nachmittags Besuch des Legolands Günzburg) gibt es zahlreiche Erlebnis- und Sachpreise (Kamelsafari, Rafting, Freestyle-Sport Tutorial mit Let’s go Gorilla, Improtheater, Begegnung mit einem Influencer, Powerbanks, T-Shirts mit dem Wertebündnisaufdruck sowie Kino- und Theaterkarten) zu gewinnen. Alle Teilnehmenden werden nach 2-4 Monaten benachrichtigt. Die Preisverleihung findet im Juli 2023 voraussichtlich im Bayerischen Landtag statt. Gewinnberechtigung besteht nur bei gleichzeitiger Teilnahme an der Preisverleihung!

3. Was ist bei Teilnahme zu beachten?
Die Teilnehmenden erklären, ihren Beitrag noch bei keinem anderen Wettbewerb eingereicht zu haben, zudem muss dieser frei von Rechten Dritter sein. Ferner sind die datenschutzrechtlichen Bestimmungen (z. B. Recht am Bild, Urheberrecht) zu beachten. Bei Bild- und Tonaufnahmen an einer Schule ist in jedem Fall die Einverständniserklärung der Schulleitung erforderlich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Projektpartner von Antisemitismus. Nein Danke! im Wertebündnis Bayern und die Stiftung Wertebündnis Bayern erhalten das Nutzungsrecht an allen eingesandten Beiträgen und dürfen diese unentgeltlich im Rahmen des Projekts verwenden.

Wertebündnisprojekt
»Liberation Concert in Bayern«

Am 27.05.2020, dem 75. Jahrestag des historisch am 27.05.1945 in Landsberg am Lech stattgefundenen „Liberation Concerts“, startete das Wertebündnis-Projekt „Liberation Concert in Bayern“ mit der Bayerischen Philharmonie als Projektträgerin und zahlreichen Projekt- und Kooperationspartnern.

Damals schlossen sich jüdische überlebende Musiker*innen in einem Displaced Persons (DP) Camp in Landsberg zusammen, um durch die Kraft der Musik sich und anderen Überlebenden der Shoah neue Hoffnung zu machen. In den folgenden Jahren tourten sie bis 1949 von einem DP-Camp in Bayern zum anderen, um möglichst viele Überlebende mit ihrer Musik zu erreichen. Als Displaced Persons wurden nach dem Zweiten Weltkrieg die Millionen von verschleppten oder deportierten Menschen in Mitteleuropa bezeichnet, die sich nach der Befreiung durch die Alliierten außerhalb ihrer Heimatländer wiederfanden. Sogenannte DP-Camps waren Einrichtungen zur vorübergehenden Unterbringung dieser Menschen, bis sie in ihre Heimatländer zurückkehren oder eine anderweitige Zukunftsperspektive entwickeln konnten.

Nachdem alle Maßnahmen des Projekts in Schulen in 2020 und 2021 coronabedingt nicht stattfinden konnten, freuen wir uns nun, Sie hiermit über das Projekt zu informieren und zur Mitwirkung aufzurufen.

Das Projekt „Liberation Concert in Bayern“ richtet sich an Schulen in Bayern mit dem Ziel, Erinnerungsarbeit zu leisten und ein Bewusstsein für die Geschichte der ca. 200 DP-Camps in Bayern sowie das Liberation Concert bei den Schüler*innen zu schaffen. Dazu haben die Projektpartner den nachfolgenden methodischen Baukasten kreiert, der Bildungsmaterialien rund um das Thema beinhaltet. Diese können individuell von den Schulen bestellt und eingesetzt werden.

Ausführliche Informationen zum Hintergrund des Projekts finden Sie unter: Wertebündnis 

Einladung
Lesung mit Igal Avidan

„MOD HELMY – WIE EIN ARABISCHER ARZT IN BERLIN JUDEN VOR DER GESTAPO RETTETE“

Die meisten Menschen in Nazi-Deutschland reagierten gleichgültig auf die Judenverfolgung, viele nahmen aktiv daran teil. Nur 600 von ihnen wurden von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als Judenretter geehrt und ein einziger war ein Araber. Der Arzt Mod (Mohamed) Helmy wurde von den Nationalsozialisten als „Nichtarier“ diskriminiert und als Ägypter inhaftiert. Trotzdem half er jahrelang einer jüdischen Familie, sich vor der Gestapo zu verstecken. Mitten in Berlin gelang es ihm sogar mithilfe von Hitlers Intimfreund, dem Mufti von Jerusalem, eine Jüdin als Muslima in Sicherheit zu bringen. Igal Avidan fand Helmys ehemalige Patienten, besuchte
seine Verstecke und zeichnete seine einzigartige Geschichte in seinem Buch „Mod Helmy – Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete“ nach.
Gemeinsam mit dem Autor Igal Avidan begeben wir uns auf Zeitreise und tauchen ein in diese spannende Geschichte von religionsüber-greifender Zivilcourage und persönlichem Mut in den dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte. Der Autor wird aus seinem Buch lesen, Hintergründe erläutern und Ihre Fragen beantworten.
Wir freuen uns, Sie zu diesem besonderen Abend einzuladen!

Der Autor Igal Avidan erzählt in seinem Buch die wahre Geschichte des „arabischen Schindler“

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„Erinnerung an 60 Jahre Eichmann-Prozess“

Die Vergangenheit mahnt – die Gegenwart darf nicht schweigen um der Zukunft willen!

Im Jahre 2021 jährte sich zum 60. Mal der Eichmann-Prozess in Jerusalem. Zur Erinnerung an dieses zentrale Ereignis für die juristische Behandlung der Shoa und der damit beginnenden Aufarbeitung sowie Annahme von Verantwortung für die Verbrechen der NS-Diktatur, gestaltete der Bayerische Staatsminister der Justiz mit dem Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung gemeinsam zwei Projekttage im Justizpalast, um an diesen Wendepunkt in der Geschichte zu erinnern.
Wichtig war und ist dabei, gerade junge Menschen anzusprechen, denen dieses zentrale historische Ereignis und seine besondere Bedeutung kaum bekannt ist. Daher wurden auch mit Unterstützung des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus Schulen in Bayern angesprochen, die sich seit Beginn des Prozesses bis zum Ende in eigenen Leitprojekten mit diesem Thema aus verschiedenen Perspektiven befassten. Es war der einhellige Wunsch aller Beteiligten, diese Leitprojekte auch an Dritte weiterzugegeben.
Diese Broschüre entstand dank des zusätzlichen, außerordentlichen Engagements der beteiligten Lehrkräfte von drei dieser Schulen gemeinsam mit der Geschäftsstelle des Beauftragten.

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„Jüdische Wegbereiter der europäischen Einigung“

Ein Begleitheft zur Veranstaltungsreihe „Reden über …“

Vor einem Jahr, im Januar 2021, startete auch in Bayern das Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“, ein Rückblick auf die große Bedeutung jüdischen Lebens mit seinen besonderen Prägungen für unsere abendländische Kultur durch die Jahrhunderte hindurch mit vielen neuen Einblicken in heutiges jüdisches Leben besonders auch in Bayern.

Doch jüdisches Leben prägte und prägt nicht nur vielerorts das Leben und die Kultur in Städten und Gemeinden in ganz Bayern und Deutschland, jüdisches Leben war auch ein tragender und gestaltender Bestandteil der europäischen Einigungsbewegung. Ab den 1920er Jahren waren beispielsweise die zeitweise in München

lebende berühmte Schauspielerin Ida Roland, Gattin von Graf Richard Coudenhove-Kalergi, Stephan Zweig, Bronislaw Hubermann, Franz Werfel oder Albert Einstein engagierte Unterstützer einer europäischen Einigung und trugen grundlegend zu unserem Selbstverständnis als Europäer bei.

Zudem wird es im Frühjahr 2022 einen besonderen Geburtstag geben. Die Paneuropa-Union, eine Vereinigung, die unter dem Schrecken des 1. Weltkrieges 1922 für ein friedliches Europa mit einem christlich-abendländischen Wertefundament gegründet wurde, die älteste noch bestehende europäische Einigungsbewegung, feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen.

Das Festjahr 1700 Jahr jüdisches Leben in Deutschland und 100 Jahre Paneuropa-Union sind eng miteinander verwoben, wie sehr, zeigte sich in einem Vortrag des Paneuropäers Dr. h. c. Bernd Posselt, der auf Bitten des Beauftragten und des Kooperationspartners, der Ludwig-Maximilians-Universität München, in der Vortragsreihe „Reden über …“  einen Einblick in einen zeitlichen Ausschnitt des Beginns der Europäischen Union vortrug mit dem neuen Fokus auf ihre jüdischen Wegbereiter.

Mit dem Begleitheft zur Veranstaltung möchten wir einen Einblick in diesen besonderen Ausschnitt unserer Geschichte vermitteln, der bisher nur wenigen zugänglich ist. Dies wäre nicht möglich gewesen ohne den Gastredner Dr. h. c. Bernd Posselt, langjähriges Mitglied des Europäischen Parlaments und neben einer Vielfalt weiterer Funktionen auch Präsident der Paneuropa-Union Deutschland. Er ermöglichte uns mit seinem Vortrag Kenntnisse in sein solitäres Wissen, an dem wir Sie gerne teilhaben lassen wollen.

Die Publikation ist im DIN A5 Format erhältlich. Ein gedrucktes Exemplar können Sie in unserer Geschäftsstelle unter: Antisemitismusbeauftragter@stmuk.bayern.de bestellen. Bitte geben Sie Ihren vollständigen Namen (ggf. die Institution) und die Anschrift an. Der Bezug ist kostenfrei und bezieht sich auf ein Exemplar pro Adresse.

Anne Frank Tag 2022 »Freundschaft«: Anmeldung eröffnet!

Die Anmeldung zum Anne Frank Tag 2022 »Freundschaft« ist eröffnet. Schulen können sich ab sofort über die Webseite zum Aktionstag gegen Antisemitismus und Rassismus anmelden. Das Anne Frank Zentrum stellt allen teilnehmenden Schulen kostenfrei umfangreiche Lernmaterialien zur Biografie von Anne Frank in der Zeit des Nationalsozialismus und Holocaust zur Verfügung und motiviert sie, eigene Aktionen für eine vielfältige Demokratie durchzuführen. In diesem Jahr wird 650 Schulen die Teilnahme am Anne Frank Tag ermöglicht.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: 

Der Anne Frank Tag ist ein bundesweiter Aktionstag von Schulen gegen Antisemitismus und Rassismus und für Vielfalt und Demokratie. Anmeldungen sind bis zum 21. März 2022 möglich, sie werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Aufgrund begrenzter Ressourcen ist das Kontingent möglicher Anmeldungen beschränkt. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass sich das Angebot ausschließlich an Schulen richtet.

Zum Anmeldeformular gelangen Sie hier: www.annefranktag.de/anmeldung-2021/anmeldung

Sein Konzept zur strategischen Prävention gegen Antisemitismus in Bildung- und Wissenschaft, Ehrenamt und Öffentlichem Dienst hat der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe, Dr. Ludwig Spaenle in der Publikation „Wissen gegen Judenhass“ zusammengefasst. Er plädiert darin für zielgruppenspezifische Maßnahmen in der schulischen und außerschulischen Bildung – von der Unterstützung der Schulen bei antisemitischen Vorfällen bis zur Einführung der Antisemitismus-Prävention im Lehramtsstudium. Ergänzend ist eine umfangreiche Materialsammlung mit best-practice-Beispielen für Schule und Ehrenamt beigefügt.

Die Publikation ist im DIN A4 Format erhältlich und umfasst 48 Seiten. Ein gedrucktes Exemplar können Sie in unserer Geschäftsstelle unter: Antisemitismusbeauftragter@stmuk.bayern.de bestellen. Bitte geben Sie Ihren vollständigen Namen (ggf. die Institution) und die Anschrift an. Der Bezug ist kostenfrei und bezieht sich auf ein Exemplar pro Adresse.

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