Bayerns Antisemitismusbeauftragter Spaenle erneuert die Ablehnung des geplanten Auftritts von Roger Waters in München – Musiker Waters ist exponierter Verfechter der Boykott-Kampagne gegen Israel

München. Der Antisemitismusbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Dr. Ludwig Spaenle, hat seine Ablehnung des geplanten Auftritts von Roger Waters in diesem Jahr in München erneuert. Angesichts der aktuellen Beratungen des Münchner Stadtrats hat Spaenle noch einmal ein klares Nein zu dem geplanten Auftritt des exponierten Unterstützers der Israel-Boykott-Bewegung BDS gefordert.

Das ehemalige Mitglied der Band Pink Floyd habe sich eindeutig antisemitisch positioniert und sich jüngst auch pro Putin geäußert. Dr. Spaenle wörtlich: „Die konkrete Politik der israelischen Regierung darf man in einer Demokratie kritisieren. Aber das Existenzrecht des Staates Israels ist nicht verhandelbar.“ Aus seiner Sicht müsse die Landeshauptstadt den Vertrag für das Konzert in der städtischen Olympiahalle kündigen.

Diese Forderung hatte Dr. Spaenle bereits Anfang Oktober 2022 erhoben. Und in München und in Bayern haben sich dieser Position von Dr. Spaenle viele Menschen angeschlossen.

Mittlerweile hat sich auch andernorts, etwa in Frankfurt am Main, zivilgesellschaftlicher Widerstand gegen den Auftritt des BDS-Protagonisten Waters formiert.

 

14.03.2023Presse

Aktuelle Beiträge

  • Mitschnitt des Abends mit Christian Springer und Ludwig Spaenle

    Der Kabarettist, Autor und  Gründer von Orienthelfer e.V., Christian Springer, war Gast der jüngsten Veranstaltung in der Reihe „Reden über …“ des Beauftragten Dr. Ludwig Spaenle. In der Großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität München [Mehr...]

  • Treffen des jüdischen Netzwerks in Nürnberg: Mit Kulturarbeit gegen Antisemitismus

    Die oft belastende Situation für Jüdinnen und Juden durch den wachsenden Antisemitismus, aber auch die Chancen der kulturellen Arbeit für die Förderung jüdischen Lebens standen im Mittelpunkt des 6. Landestreffens „Jüdisches Leben [Mehr...]

  • Yad Vashem in München: „Eine historische Entscheidung“

    „Mit ihrer Festlegung auf Bayern und konkret auf München als Standort für die erste Außenstelle des israelischen Erinnerungszentrums Yad Vashem in München haben die israelischen Verantwortlichen eine zukunftsweisende Entscheidung von historischer Bedeutung [Mehr...]