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Die meisten Menschen in Nazi-Deutschland reagierten gleichgültig auf die Judenverfolgung, viele nahmen aktiv daran teil. Nur 600 von ihnen wurden von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als Judenretter geehrt und ein einziger war ein Araber. Der Arzt Mod (Mohamed) Helmy wurde von den Nationalsozialisten als „Nichtarier“ diskriminiert und als Ägypter inhaftiert. Trotzdem half er jahrelang einer jüdischen Familie, sich vor der Gestapo zu verstecken. Mitten in Berlin gelang es ihm sogar mithilfe von Hitlers Intimfreund, dem Mufti von Jerusalem, eine Jüdin als Muslima in Sicherheit zu bringen. Igal Avidan fand Helmys ehemalige Patienten, besuchte
seine Verstecke und zeichnete seine einzigartige Geschichte in seinem Buch „Mod Helmy – Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete“ nach.
Gemeinsam mit dem Autor Igal Avidan begeben wir uns auf Zeitreise und tauchen ein in diese spannende Geschichte von religionsüber-greifender Zivilcourage und persönlichem Mut in den dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte. Der Autor wird aus seinem Buch lesen, Hintergründe erläutern und Ihre Fragen beantworten.
Wir freuen uns, Sie zu diesem besonderen Abend einzuladen!

 

Programm:

19.00 Uhr

Begrüßung Dr. Michael Hahn
Historiker, Referatsleiter im Institut für Politische Bildung, Hanns-Seidel-Stiftung e. V.

Grußwort Dr. Ludwig Spaenle
Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe

19.15 Uhr

Buchvorstellung und Gespräch
Mod Helmy – Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete
Igal Avidan

20.15 Uhr Fragen und Diskussion

20.45 Uhr Ende