Städtepartnerschaft München-Athen von Thiersch-Preisträgern vorgeschlagen

Ehemaliger Kultusminister Dr. Spaenle, Bischofsvikar Malamousis und Prof. Fthenakis erneuern Initiative – Sie wurden in München mit Friedrich von Thiersch-Preis für Förderung hellenistischer Kultur und Bildung ausgezeichnet 

MÜNCHEN. Bayerns Antisemitismusbeauftragter und ehemaliger Kultusminister Dr. Spaenle, der Bischofsvikar der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland in Bayern, Pater Apostolos Malamousis, sowie der Pädagoge Prof. Dr. mult. Wassilios E. Fthenakisfür haben sich für eine Städtepartnerschaft zwischen München und Athen ausgesprochen. Grund ist die enge Verbindung zwischen Bayern und Griechenland seit dem 19. Jahrhundert.

Damit griffen die drei Persönlichkeiten, die am gestrigen Abend von der AHEPA München mit dem Friedrich von Thiersch Preis geehrt wurden, einen Vorschlag des Bischofsvikars Apostolos Malamousis neu auf.

Die AHEPA, die American Hellenic Educational Progressive Association, engagiert sich in der griechisch-deutschen Kulturförderung. Vorstandsvorsitzender in München ist Christos Kafasis. Die Preisverleihung fand im Rahmen einer Wohltätigkeits-Gala in München statt.

Der „Friedrich von Thiersch“-Preis wird an Persönlichkeiten verliehen, die einen besonderen Beitrag zur Förderung des Hellenismus in München geleistet haben. Thiersch selbst hatte im 19. Jahrhundert im bayerischen Bildungswesen der klassischen humanistischen Bildung eine besondere Förderung zukommen lassen.

 

Dr. Ludwig Spaenle hatte in seiner Dissertation an der Ludwig Maximilian Universität-München das Thema „Der Philhellenismus in Bayern 1821-1832“ behandelt. Dabei hat der Historiker und Theologie Spaenle den Einfluss der griechischen Antike bei der Gestaltung der Stadt München unter König Ludwig I. herausgearbeitet und auch die Rolle Bayerns bei der Befreiung Griechenlands vom Osmanischen Reich dargestellt. Er wies darauf hin, dass König Otto von Griechenland, Sohn des Bayerischen Königs Ludwig I., die Vereinigung der Griechen massiv vorangebracht und Athen wiederbelebt und zur Hauptstadt eines neuen griechischen Staates gemacht hat. Otto von Griechenland ließ den jungen Staat u. a. im Rechtswesen nach bayerischem Vorbild organisieren und errichtete eine Landesuniversität.

16.01.2023Presse

Aktuelle Beiträge

  • Mitschnitt des Abends mit Christian Springer und Ludwig Spaenle

    Der Kabarettist, Autor und  Gründer von Orienthelfer e.V., Christian Springer, war Gast der jüngsten Veranstaltung in der Reihe „Reden über …“ des Beauftragten Dr. Ludwig Spaenle. In der Großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität München [Mehr...]

  • Treffen des jüdischen Netzwerks in Nürnberg: Mit Kulturarbeit gegen Antisemitismus

    Die oft belastende Situation für Jüdinnen und Juden durch den wachsenden Antisemitismus, aber auch die Chancen der kulturellen Arbeit für die Förderung jüdischen Lebens standen im Mittelpunkt des 6. Landestreffens „Jüdisches Leben [Mehr...]

  • Yad Vashem in München: „Eine historische Entscheidung“

    „Mit ihrer Festlegung auf Bayern und konkret auf München als Standort für die erste Außenstelle des israelischen Erinnerungszentrums Yad Vashem in München haben die israelischen Verantwortlichen eine zukunftsweisende Entscheidung von historischer Bedeutung [Mehr...]