Bayerns Antisemitismusbeauftragter Spaenle fordert konzertiertes Vorgehen von Bund und Ländern
„Offener Judenhass fordert Demokratie im Kern heraus – Anstrengungen bündeln und erhöhen und zügig handeln“
Bayerns Antisemitismusbeauftragter Dr. Ludwig Spaenle, Mitglied der Arbeitsgruppe Antisemitismusbekämpfung der Europäischen Union, fordert eine Erhöhung der Anstrengungen im Kampf gegen den Antisemitismus.
„Wir müssen die Kräfte auf nationaler Ebene bündeln. Angesichts der ernsten Lage mit judenfeindlichen Parolen und brennenden Israel-Fahnen richte ich die konkrete Forderung an Bund und Länder: Wir brauchen ein konzertiertes Vorgehen zur Schaffung eines Gesamtkonzeptes für jüdisches Leben und zur Bekämpfung des Antisemitismus.“ Es geht darum, Solidarität, Prävention und Repression in ein langfristiges strategisches Handeln aus einem Guss zu bringen und umzusetzen. Hier müssen z. B. Und die Gesellschaft muss sich mit Jüdinnen und Juden solidarisch zeigen.
Als konkrete Ansätze nannte Dr. Spaenle beispielhaft
- gemeinsame Standards für die Polizeiausbildung und Strafverfolgung. Bayern hat z. B. einen Antisemitismusleitfaden für Ermittlungsbehörden vorgelegt;
- eine zeitnahe Implementierung der Erklärung der Kultusministerkonferenz, des Zentralrats der Juden in Deutschland und der Bund-Länder-Kommission der Antisemitismusbeauftragten zu Antisemitismus in die Lehrerbildung und –fortbildung;
- Die Annahme und Verwendung der Antisemitismusdefinition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) in Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.
Eine nationale Handlungsstrategie fordert auch ein Beschluss des EU-Ministerrats, der unter deutscher Präsidentschaft im Dezember 2020 verabschiedet wurde
Für Bayern als erstes Bundesland liegt ein Vorschlag des Beauftragten für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus für ein Gesamtkonzept vor.
Aktuelle Beiträge
Spaenle: Keine Terror-Verherrlichung in städtischen Häusern!
Die Stadt München muss die Veranstaltung der Organisation „Palästina spricht München“ am kommenden Mittwoch im Eine Welt Haus stoppen. „Wir dürfen nicht zulassen, dass in öffentlichen Räumen der Terror der Hamas verherrlicht [Mehr...]
„Effektive Zusammenarbeit zwischen Polizei und Justiz gegen Judenhass“
Für den Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Dr. Ludwig Spaenle, erweist sich die Zusammenarbeit zwischen der Justiz und der Polizei in Bayern im Einsatz gegen Antisemitismus und [Mehr...]
„Dürfen uns an das hohe Niveau antisemitischer Straftaten nicht gewöhnen“
„Die Zahl antisemitischer Straftaten verharrt mit 543 in Bayern auch 2025 auf hohem Niveau“, so der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Dr. Ludwig Spaenle. Und weiter: „Auch [Mehr...]
