Bayerns Antisemitismusbeauftragter kritisiert Organisatoren des Flanders Festival
Antisemitismusbeauftragter Dr. Spaenle: „Üble antisemitische Hetze gegen Münchner Philharmoniker und ihren künftigen Chefdirigenten“
Münchner Philharmoniker werden antisemitisch attackiert und ihr Konzert aus dem Programm gestrichen
MÜNCHEN. „Das ist üble antisemitische Hetze. Es ist ein absolutes NoGo, dass ein Konzert der Münchner Philharmoniker beim Flanders Festival abgesagt wurde“, so Bayerns Antisemitismusbeauftragter Dr. Ludwig Spaenle als Reaktion auf eine absolute Entgleisung von Festival-Organisatoren in Belgien, weil ein israelischer Musiker Chefdirigent des renommierten Orchesters der Landeshauptstadt werden soll „Das ist Antisemitismus pur“, so Spaenle. Die Organisatoren des Flanders Festival und der Kultusminister der flämischen Regionalregierung reihen sich für Dr. Spaenle bei der BDS-Bewegung (Boycott, Divestment and Sanctions) ein, die eine Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern, Künstlern und Unternehmen aus Israel strikt ablehnt.
Dr. Spaenle: „Es geht nicht an, dass Verantwortliche eines Festivals einen Musiker in Sippenhaft nimmt für die Handlungen, die Israels Regierung in Reaktion auf einen Terrorüberfall der Hamas derzeit vornimmt.“
Der Chefdirigent der Münchner Philharmoniker, der seit 2020 Musikdirektor des Israel Philharmonic Orchestras ist, hatte sich nachdrücklich für Frieden ausgesprochen und damit deutlich vom Regierungshandeln Netanjahus distanziert.
Dr. Spaenle erinnerte auch noch einmal eigens daran, dass die palästinensische Terrororganisation der Hamas am 7. Oktober 2023 Israel überfallen und über 1200 Menschen getötet und über 200 Geiseln genommen hat.
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