Auswärtiges Amt hat eine Million Euro für Jekkes-Museum in Israel zugesagt
Bayerns Antisemitismusbeauftragter Spaenle hatte Bundesregierung und Bundespräsident Steinmeier um Hilfe für den Erhalt des Jekkes-Museums ersucht
„Die nun eingegangene Zusage von einer Million Euro durch das Auswärtige Amt für die Zukunft des Museums deutschsprachiger Juden in Israel ist ein sehr großer Schritt nach vorn und kann am Ende entscheidend sein, das einmalige Jekkes-Museum in Israel erhalten zu können.“ Dies betonte Dr. Ludwig Spaenle, der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe, heute.
Um Unterstützung und Hilfe zum Erhalt des Jekkes-Museum in Israel hatte Dr. Spaenle zusammen mit dem Vorsitzenden des Unterausschusses für auswärtige Kulturpolitik des Deutschen Bundestags, Thomas Erndl, jüngst Bundespräsident Dr. Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Außenminister Dr. Heiko Maas ersucht.
Das Jekkes-Museum zeigt Tagebücher, Briefe, offizielle Dokumente von Juden, die seit den 1920er Jahren nach Palästina ausgewandert waren und von dort auch Kontakt zu ihren Familien in Deutschland aufrechterhalten haben. Dr. Spaenle zur Bedeutung des Museums: „Es handelt sich beim Jekkes-Museums um ,d a s Museum des deutschsprachigen Judentums‘ in Israel, eine einmalige Sammlung der Geschichte und Kultur der aus Deutschland stammenden Jüdinnen und Juden in Israel und ihrer Wurzeln in Deutschland vor der Shoah.“
Das Museum, das sich im Moment in Tefen in Nordisrael befindet, soll nach dem Auslaufen einer privaten Förderung nun in das Universitätsmuseum Haifa eingegliedert und langfristig zu einem Lern- und Begegnungsort fortentwickelt werden. Weitere rund zwei Millionen Euro Förderung sind aber für Umzug und Betrieb des Museums in den kommenden Jahren nötig. Erfreulicherweise seien auch weitere Spenden eingegangen. Dr. Spaenle hofft auf weitere Zusagen: „Das Museum bildete eine wichtige Brücke zwischen Israel und Deutschland und verdient eine nachhaltige Förderung.“
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