Bayerns Antisemitismusbeauftragter Dr. Spaenle zur Anfrage von Herrn Jungkunz von den Nürnberger Nachrichten zum geplanten Auftritt von Daniele Ganser in Nürnberg
NÜRNBERG. „Wir dürfen uns mit dem geplanten Auftritt des Verschwörungstheoretikers Daniele Ganser in der Nürnberger Meistersingerhalle nicht abfinden“, so der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe Dr. Ludwig Spaenle
Der selbsternannte „Friedensforscher“ Ganser aus der Schweiz zählt für Dr. Spaenle zu den unverbesserlichen Akteuren der verschwörungsideologischen Szene im deutschsprachigen Raum, die sich auch in russischen Medien wie „Russia today“ geäußert haben. Er stehe auch mit Compact von Jürgen Elsässer, welches das Bundesamt für Verfassungsschutz seit 2021 als „gesichert rechtsextremistisch“einstuft, in Kontakt.
„Es kann nicht sein, dass Verschwörungsideologen über die Gründe für den Ausbruch des Krieges in der Ukraine“ vermeintlich ,aufklären‘.“
Die Ukraine ist, so Spaenle, brutal von Putins Militärmacht überfallen worden – daran besteht kein Zweifel.
Ludwig Spaenle: „Auch in einem demokratischen Staat, in dem die Meinungsfreiheit ein hohes Gut darstellt, müssen die demokratischen Räume verteidigt werden. Verschwörungsideologen verfolgten nur das eine Ziel, die Gesellschaft zu spalten, um schlussendlich die Demokratie zu zerstören. Ich teile die Auffassung meines baden-württembergischen Kollegen Michael Blume, der Daniele Ganser für einen antiwestlichen Verschwörungsunternehmer hält, der mit der Verbreitung von Verschwörungsmythen seit Jahren Geld verdient.“
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