„Dürfen uns an das hohe Niveau antisemitischer Straftaten nicht gewöhnen“

„Die Zahl antisemitischer Straftaten verharrt mit 543 in Bayern auch 2025 auf hohem Niveau“, so der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Dr. Ludwig Spaenle. Und weiter: „Auch wenn die Zahl gegenüber 2024 um gut fünf Prozent zurückgegangen ist, dürfen wir uns nicht an diesen Berg von Straftaten gegenüber Jüdinnen und Juden sowie ihren Einrichtungen gewöhnen.“ Die Solidarität der Gesellschaft mit Menschen jüdischen Glaubens sei gefragt. „Es darf nicht sein, dass deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger jüdischen Glaubens für das Handeln der Regierung eines anderen Staates in politische Geiselhaft genommen werden“, so der Regierungsbeauftragte.

Seit dem Terroranschlag der Hamas im Oktober 2023 und der Reaktion des Staats Israel darauf ist die Zahl explosionsartig angestiegen – 2022 lag die Zahl noch bei 358.

„Wir müssen weiter mit Hilfe einer Kultur des Hinsehens und der Aufmerksamkeit alles tun, um Antisemitismus im Alltag zu erkennen und zu verhindern sowie im Bedarfsfall auch Polizei und Staatsanwaltschaft informieren.“ Nur ein konsequentes Angehen gegen Taten und Täter von Judenhass können Staat und Gesellschaft den Menschen jüdischen Glaubens ein Leben in Sicherheit gewährleisten.

20.04.2026Allgemein, Presse

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