Vier bayerische Schulen erinnern an 60 Jahre Eichmann-Prozess

Der Justizminister (6. v.l.) mit der Generalkonsulin von Israel, Prof. Safferling und SchülerInnen mit projektleitenden Lehrkräften nach der Präsentation im Justizpalast München

O.-d.-L. Realschule nach der Präsentation
v.l.n.r.: Detia Czychon, Doris Lux, Amanda Mannell, Hanna Laritz und Sabine Graunke

Unter dem historisch geprägten Arbeitstitel: Die Vergangenheit mahnt – die Gegenwart darf nicht schweigen um der Zukunft willen! initiierten der bayerische Justizminister Georg Eisenreich und der Antisemitismusbeauftragte Dr. Ludwig Spaenle anlässlich des 60. Jahrestages des Eichmann-Prozesses ein Schülerprojekt unter Beteiligung von vier Schulen aus ganz Bayern: dem Otto-von-Taube-Gymnasium in Gauting, dem Gymnasium Fränkische Schweiz Ebermannstadt, dem Wilhelmsgymnasium München und der Orlando-di-Lasso Realschule aus Maisach.

Sie befassten sich multiperspektivisch mit Zustandekommen des Prozesses wie auch mit einer Sicht auf die deutsche Nachkriegsgeschichte ist der der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer. Sie entwickelten eine komplette Internetseite mit verschiedenen Lebensstationen Eichmanns, auch aus der Perspektive der Philosophin Hannah Arendt.

In einer Podcast-Reihe gehen sie unter anderem auf die Verhörtaktiken von Ermittler Avner Werner Less ein, des Mannes, der Eichmann mehr als ein halbes Jahr lang insgesamt fast 300 Stunden verhörte.

Mit einem Film sollen junge Menschen zum Nachdenken auffordern werden. Angeleitet von einem Zitat von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: „Denn wer sich nicht mehr daran erinnert, was geschehen ist, der hat auch vergessen, was geschehen kann“, starteten die Schülerinnen eine Umfrage in den Sozialen Medien. Sie wollten herauszufinden, wie viel ihre Generation überhaupt über Adolf Eichmann weiß. Mehr als tausend Jugendliche beteiligten sich daran.

Nähere Informationen finden Sie in unserer Mediathek: Videos – Antisemitismus Beauftragter Bayern

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