Fotoposing von AfD-Politikerin Ebner-Steiner: „geschichtslos und unerträglich“
„Als unerträglich“ bezeichnet der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe, Dr. Ludwig Spaenle, die Fotopose von AfD-Fraktionsvorsitzenden Ebner-Steiner mit einem Impfgegner mit Judenstern auf seinem T-Shirt auf Instagram. Die Abgeordnete toleriere mit ihrem Handeln Tabubruche und fördere sie.
„Der Judenstern steht als Symbol für Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung von sechs Millionen Jüdinnen und Juden im Dritten Reich“, so Dr. Spaenle. Wenn ausgerechnet eine bayerische Parlamentarierin sich mit einem Menschen gemeinsam ablichten lässt, der dieses Symbol aus diesem Zusammenhang reißt und damit das Schicksal der Opfer des NS-Regimes verhöhnt, und dieses Bild selbst verbreitet, ist das unerträglich. „Ich kann der AfD-Politikerin aus Bayern, wo die NSDAP ihre ersten Erfolge erzielte, ihre Parteitage feierte und das erste Konzentrationslager einrichtete, nur empfehlen, sich wegen dieses geschichtslosen Verhaltens zu entschuldigen. Anstelle ihren Posingpartner als „mündigen Bürgern“ zu bezeichnen, rate ich ihr dringend, sich kritisch mit dem Unrechtssystem und den industriellen Massenmorden der NSDAP zu beschäftigen und sich in aller Deutlichkeit davon zu distanzieren“, rät ihr Dr. Spaenle.
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