Antisemitismusbeauftragter Spaenle zur Absage einer Veranstaltung mit Francesca Albanese an der Ludwig Maximilian Universität München
„Entscheidung der LMU war richtig“
MÜNCHEN. „Die Entscheidung der LMU, eine Veranstaltung mit Francesca Albanese in den Räumen der Universität abzusagen, war richtig“, unterstützt der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe, Dr. Ludwig Spaenle, das Vorgehen der Universität. Die Sachgründe, die die Universität nennt, sind für ihn stichhaltig. Die LMU stelle grundsätzlich keine Räumlichkeiten für allgemeinpolitische Veranstaltungen zur Verfügung. Die Veranstaltung sei auch „nicht in eine wissenschaftliche Konferenz eingebunden“, argumentiert die Universität. Zudem habe die LMU auf Sicherheitsbedenken angesichts eines zu erwartenden „Meinungskampfs“ hingewiesen.
Die UN-Sonderbotschafterin Albanese für die besetzten palästinensischen Gebiet hat sich bisher mehrfach einseitig zur Lage in Israel und Gaza geäußert, unter anderem in ihrem Bericht „Anatomie eines Genozids“ an den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen.
Dr. Spaenle: „Es war richtig, die zu erwartende einseitige politisch motivierte Veranstaltung mit Frau Albanese abzusagen.“ Er ergänzte aber: Das Vorgehen des israelischen Militärs in Gaza muss genau wie das jeder anderen Armee kritisch untersucht werden. Vergehen oder gar Kriegsverbrechen müssen selbstverständlich geahndet werden. Die Sonderbotschafterin habe aber Israel wiederholt delegitimiert, etwa mit Bezug auf Gaza als „siedlerkoloniales Projekt“. Dies lässt von ihr nach Ansicht von Dr. Spaenle keine Objektivität erwarten.
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