Bayerns Antisemitismusbeauftragter Spaenle zur Eröffnung des Generalsekretariats der Europäischen Rabbinerkonferenz in München
„Historischer Moment für jüdisches Leben und Bayern“
Bayerns Antisemitismusbeauftragter Spaenle zur Eröffnung des Generalsekretariats der Europäischen Rabbinerkonferenz in München
München. „Heute ist ein historischer Moment. In München wird das Generalsekretariat der Europäischen Rabbinerkonferenz eröffnet. Damit wird Bayern zum Zentrum für jüdisches Leben in Europa“, kommentiert der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe, Dr. Ludwig Spaenle, die Eröffnung der Konferenz der Europäischen Rabbinerkonferenz (CER) nun in München. Der Beschluss, das Generalsekretariat von London nach München zu verlegen, war im Frühjahr 2023 auf Einladung des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder getroffen worden.
„Für mich ist diese Entscheidung zugunsten der Bayerischen Landeshauptstadt auch eine Folge des Gesamtkonzepts der Bayerischen Staatsregierung zur Förderung des jüdischen Lebens und zur Bekämpfung des Antisemitismus.“
„Von München aus wird es künftig wichtige Impulse für jüdische Gemeinden sowie für die Bildungsarbeit zu Geschichte, Glauben und Alltag von Jüdinnen und Juden geben“, so Dr. Spaenle. Er stand mit der Leitung der Konferenz der Europäischen Rabbiner in intensivem Kontakt und hat zwischen dieser und der Bayerischen Staatsregierung eine tragfähige Brücke geschlagen.
Die Entscheidung der CER knüpft an die Zeit unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges an, in der München einige Jahre der Sitz wichtiger jüdischer und israelischer Organisationen war, u. a. zur Unterstützung der Holocaust-Überlebenden. Ein Höhepunkt war der Besuch von David Ben Gurion 1946, der im Münchner Alten Rathaus die Vision eines eigenen jüdischen Staates formuliert hat. Nach der Entscheidung des Staates Israel sein einziges Generalkonsulat in Europa in München zu errichten, ein weiteres wichtiges Ereignis für die Rolle Münchens als wichtigem Ort jüdischen Lebens. „Die Landeshauptstadt und Bayern haben eine lange Tradition jüdischen Lebens“, ergänzte er. Der Landesverband israelitischer Kultusgemeinden sowie die Israelitische Kultusgemeinde von München und Oberbayern mit der Ohel-Jakob-Synagoge haben eine weit über Bayern ausgreifende Bedeutung.
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