Spaenle kritisiert antisemitische Schmierereien an einem Modegeschäft in München
Der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Dr. Ludwig Spaenle, hat die antisemitischen Schmierereien an einem Modegeschäft eines Mitglieds des Bezirksausschusses in München-Haidhausen scharf kritisiert. In dem Schaufenster hatte die Inhaberin der Boutique mit einem Aufkleber „Antisemitismus ohne mich“ seit Jahren deutlich gemacht, dass sie sich gegen jegliche Form von Judenhass wendet. Diese klare Position hat offensichtlich Antisemiten motiviert, mit Schmierereien die Schaufenster zu beschädigen. „Für mich wird an den Schmierereien Hass gegen Israel und gegen Zionismus erkennbar – dies mündet bei den Provokateuren in Antisemitismus und Sachbeschädigung“, so Dr. Spaenle.
Eine Gruppe von engagierten Bürgerinnen und Bürgern um Prof. Guy Katz reagiert auf diesen Vorfall nicht nur mit Betroffenheit, sondern auch mit einer Kampagne positiver Solidarität mit Jüdinnen und Juden. Ab der kommenden Woche werden sie Aufkleber mit dem Davidstern und schützenden Händen an Einzelhändler und Gewerbetreibende verteilen und diese bitten, die Sticker an ihren Geschäften und Betrieben anzubringen. Außerdem haben sie Anstecknadeln in Auftrag gegeben, mit denen Bürgerinnen und Bürger ihre Unterstützung von Jüdinnen und Juden zum Ausdruck bringen können. „Ich unterstütze diese Initiative der Solidarität und Verantwortung und werde selbst eine Anstecknadel tragen“, so Dr. Spaenle.
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