„Die Leugnung des Holocaust fördert Hass und Gewalt“

Der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe, Dr. Ludwig Spaenle, begrüßt die Aktion der Jewish Claims Conference, die sich unter dem Titel #Nodenyingit gegen jegliche Holocaust-Leugnung auf dem sozialen Netzwerk Facebook wendet. „Das hohe und durch das Grundgesetz geschützte Recht auf Meinungsfreiheit rechtfertigt es nicht, den einmaligen Zivilisationsbruch der Shoa zu leugnen. Soziale Medien dürfen derartigen Äußerungen kein Forum bieten,“ so der Beauftragte. „Die Überlebenden dieses Menschheitsverbrechens sind noch unter uns. Sie bezeugen aus erster Hand, was es für sie bedeutet, wenn ihre Verfolgung relativiert, wenn die Ermordung ihrer Familien geleugnet wird.“ Er begrüßt deshalb ausdrücklich die von der Claims Conference initiierte Aktion, mit der ab heute namhafte Überlebende wie Serge Klarsfeld und Roman Kent jeden Tag eine Videobotschaft an Mark Zuckerberg, den CEO von Facebook, posten. Die Aktion soll so lange fortgeführt werden, bis Facebook die Leugnung des Holocaust als „Hassrede“ einstuft und von seiner Plattform entfernt. Am heutigen Donnerstag wird die Videobotschaft der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde von München und Oberbayern, Dr. Charlotte Knobloch, freigeschaltet.

Weitere Informationen zu der Kampagne sind auf der Seite claimscon.org/nodenyingit zu finden.

20.08.2020Presse

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