Von der Berliner Luftbrücke zu „Wind of Change“ – 70 Jahre Ende der Luftbrücke
Unter diesem Titel fand am 12. November 2019 im Münchner Amerikahaus eine Lehrerfortbildung statt: Sie wurde als Kooperation der Generalkonsulin der USA, Meghan Gregonis, und des Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Dr. Ludwig Spaenle organisiert.

Generalkonsulin Meghan Gregonis im Amerikahaus, München, begrüßt die Gäste © Beauftragter der Bay. Staatsregierung

Vortrag des Beauftragten Dr. Ludwig Spaenle im Amerikahaus, München, © Beauftragter der Bay. Staatsregierung
Clarence & Clarissa
Dr. Spaenle befasste sich in seinem Vortrag mit dem regionalen Einfallsreichtum zur Unterstützung der Luftbrücke. Denn in der US-Besatzungszone griff der US-Luftwaffen-Stützpunkt Neubiberg zu besonderen Hilfsmaßnahmen, um die Luftbrü-cke zu unterstützen. Mit Hilfe eines Football-Maskottchens, eines Kamels namens Clarence, wurden in der US-Zone Geschenke für West-Berliner Kinder gesammelt. Clarence musste wegen eines gebrochenen Beins gegen ein eigens aus Tripolis be-sorgtes Kamel ausgetauscht werden, das allerdings weiblich war und eigentlich Cla-rissa hieß. Clarissa wurde unter dem eingeführten Namen Clarence am 21. Oktober 1948 zusammen mit mehr als drei Tonnen Süßigkeiten nach West-Berlin geflogen. Aus den gefüllten Packtaschen erhielten die Kinder ihre Geschenke.
Rettungsaktion verteidigt Freiheit
Stephen Ibelli, US-Konsul für Öffentliche Angelegenheiten in München, stellte die Berliner Luftbrücke in den Jahren 1948 bis 1949 als einzigartige Rettungsaktion für eine ganze Stadt zur Vermittlung im Geschichtsunterricht dar. Er wies darauf hin, dass sie zu einem Symbol der Verteidigung von Freiheit und Demokratie wurde und auch einen Grundpfeiler für die Wiedervereinigung und den 30. Jahrestag der Wie-dervereinigung setzte.
Nachdem die sowjetische Besatzungsmacht versucht hatte, mit der Blockade des freien Teils Berlins die gesamte Stadt ihrem Herrschaftsbereich einzuverleiben,
waren es die westlichen Alliierten, die durch ihre Standfestigkeit die Freiheit West-Berlins sicherten und damit die Wiedervereinigung langfristig erst möglich machten.
An die Filmvorführung „Free to Rock“ schloss sich eine lebhafte Fragestunde mit ei-nem der Produzenten Douglas Yeager an. Alle Teilnehmer erhielten zudem ein „Airlift in a Box“- ein Paket der Generalkonsulin mit umfangreichen und anschaulichen Un-terrichtsmaterialien.

„Clarence“ vor seinem Abflug nach Westberlin, © Bundeswehr/Standort Neubiberg
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