Antisemitismusbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung Dr. Spaenle in Sorge um weiter deutlich steigende Zahl von antisemitischen Straftaten in Deutschland – Gesamtkonzept von Maßnahmen nötig
„Den Kampf gegen Antisemiten und Antisemitismus müssen wir intensivieren – bundesweite steigende Zahl antisemitischer Straftaten erfordert tatkräftiges Handeln“
MÜNCHEN. „Den Kampf gegen antisemitische Tendenzen in unserer Gesellschaft und die antisemitisch motivierten Straftaten müssen wir weiter intensivieren! Im Jahr 2021 ist nach aktuellen Medienberichten in Deutschland die Anzahl antisemitischer Straftaten noch mal deutlich gegenüber dem Vorjahr gestiegen, nämlich von rund 2350 im Jahr 2020 auf 3028 im vergangenen Jahr. Diese dramatische Entwicklung bereitet mir große Sorge.“ Dies betonte der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe, Dr. Ludwig Spaenle, in Reaktion auf aktuelle Medienberichte. Er geht davon aus, dass auch bayernweit die Zahl antisemitischer Straftaten diesem Aufwärtstrend entsprechen. Als Hoffnungszeichen erkennt Dr. Spaenle allerdings, dass mittlerweile bundesweit die Bereitschaft gewachsen sei, dem Antisemitismus klarer entgegenzutreten.
Dr. Spaenle forderte eine ganzheitliche Strategie, deren Eckpunkte er im vergangenen Jahr entwickelt hat. Diese umfassen das Handeln der Zivilgesellschaft mit ihren Verbänden und Organisationen auf der Grundlage der Definition von „Antisemitismus“ der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), weitere Anstrengungen in der Bildungsarbeit nach dem Grundsatz „Wissen gegen Judenhass“, eine zeitgemäße Erinnerungsarbeit sowie ein Gesamtkonzept des staatlichen Handelns, wie es in Bayern in Vorbereitung ist.
Antisemitismusbeauftragter Spaenle geht davon aus, dass zum Anstieg der Straftaten krude Ideen von rechtsextremistischen Kräften in Echokammern im Internet wie auch bei Demonstrationen gegen Schutzmaßnahmen vor Coronainfektionen beitragen.
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