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Walter Benjamin (1882-1940) war ein deutscher Philosoph, Kulturkritiker und Übersetzer der Werke von Honoré de Balzac, Charles Baudelaire und Marcel Proust. Neben dem Studium Kants und des Neukantianismus widmete sich Benjamin intensiv der Literatur der deutschen Romantik. Die Ergebnisse seiner Forschungen fanden Eingang in seine Dissertation „Der Begriff der Kunstkritik in der deutschen Romantik“. Der Schwerpunkt liegt hier vor allem auf der Auseinandersetzung mit jüdischer Religiosität, die ihm in der Freundschaft mit Gershom Scholem nahekam. Durch die emphatische Beziehung der Philosophie auf die Sprache versuchte Benjamin, den herrschenden naturwissenschaftlich orientierten Erkenntnisbegriff derart umzubilden, dass dieser wieder der Erfahrungen der Theologie mächtig werde. Der Vortrag beschäftigt sich dabei nicht nur mit dem Denken Benjamins, sondern geht auch auf dessen Biografie, sein tragisches Ende, sein Vermächtnis und seine heutige Bedeutung ein.

Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zurzeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.