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Zwei Philosophen, zwei Lebensgeschichten

Emmanuel Lévinas (1906-1995) und Jacques Derrida (1930-2004), zwei der wichtigsten jüdischen Philosophen des 20. Jahrhunderts, können nur aus den historischen Erfahrungen ihres Jahrhunderts verstanden werden. Lévinas“ Philosophie ist stark beeinflusst von der Phänomenologie Edmund Husserls und vom Denken Martin Heideggers, einem Schüler Husserls. Weitere Einflüsse stammen aus der jüdischen Überlieferung der Tora, des Talmuds und der Geschichte des jüdischen Volkes. Wie Levinas war auch Derrida, der als Begründer und Hauptvertreter des Dekonstruktivismus gilt, stark von Husserl und Heidegger beeinflusst. Derridas Auseinandersetzung mit Lévinas beginnt mit dem 1964 erschienenen Aufsatz „Gewalt und Metaphysik“ und reicht bis zum „Adieu“, seinem Nachruf auf den Zeitgenossen. Der Vortrag möchte sich jedoch nicht nur mit den jeweiligen Denkschulen und Sichtweisen beschäftigen, sondern vor allem auch mit dem bewegten Leben der beiden Denker.

Florian Gernot Stickler, Jahrgang 1976, studierte klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zurzeit ist er als selbstständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.