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Stummfilm und Orgel

aus der Filmreihe „sichtbar – Jüdisches Leben in Deutschland“ (im Rahmen der Nacht der offenen Kirchen)

Juden leben in Deutschland. Das war schon immer so. 1700 Jahre bezeugen dies eindrücklich. Doch selbstverständlich war dies nie. Auch das war schon immer so – die ganzen 1700 Jahre hindurch. Und ist es nicht bis auf den heutigen Tag, wenn Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, sich für die Zukunft wünscht, „dass jüdisches Leben, jüdische Gemeinden als etwas ganz Selbstverständliches angesehen werden …“. Diesem Mangel an Selbstverständlichem gilt es entgegenzutreten. Denn niemand kann ihm ausweichen oder ihn verleugnen, ohne ihn zu vergrößern.

Dem „Noch-nicht“ Ausdruck zu verleihen, ihm ein Gesicht zu geben, dem Absenten Präsenz einzuräumen – das markiert die hohe Kunst der Kunst: im Bild, im Klang, im Film. Wo das geschieht, eröffnet sich ein Raum, ein Ort im Auge des Betrachters, der jüdische Kultur und Religion in seiner Vielfalt als etwas ganz Selbstverständliches sichtbar werden lässt.