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Die jüdischen Displaced Persons Camps in Wasserburg 1946-50 – Vortrag von Matthias Haupt, Stadtarchiv Wasserburg.

Zwischen 1946 und 1950 wurde Wasserburg am Inn zum Zufluchtsort für bis zu 2.500 Überlebende der Shoa aus Polen, Ungarn, Rumänien und der Tschechoslowakei. Die Menschen warteten auf eine Auswanderung nach Palästina/Israel oder Übersee. Das Kloster Attel und die ehemalige Heil- und Pflegeanstalt Gabersee verwandelten sich für einige Jahre in selbstverwaltete jüdische Enklaven mit eigenen Schulen, Kindergärten und Sportvereinen. Es wurden eine Synagoge, eine Jeschiwa (Jüdische Religionshochschule), eine Mikwe (Ritualbad) und eine koschere Küche eingerichtet. Dieses spannende Kapitel der deutschen Regionalgeschichte wurde 2016 vom Nürnberger Institut für NS-Forschung und jüdische Geschichte in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Wasserburg aufgearbeitet und ein Buch hierzu herausgegeben.
Stadtarchivar Matthias Haupt stellt die regionalen Quellen zum Thema vor und zeigt auf, inwieweit diese geeignet waren, das Geschichtsbild über diese jüdischen „Wartesäle“ in Wasserburg zu ergänzen.

Teilnahme kostenlos. Anmeldung unter Tel. (08971) 4873 und www.vhs-wasserburg.de