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Vortrag von Katharina Winterhalter

Erst seit wenigen Jahren wird das Werk der Malerin Lotte Laserstein international wiederentdeckt. Die 1898 Geborene war eine der ersten weiblichen Kunststudentinnen – bis 1919 war Frauen in Deutschland das Akademiestudium verwehrt – und hatte in der Weimarer Republik auch schnell erste Erfolge bei Ausstellungen und Wettbewerben. Aber sie war noch nicht wirklich etabliert, als die Nationalsozialisten an die Macht kamen. Lotte Laserstein war protestantisch getauft, doch drei Großeltern waren jüdisch und so erklärte das Regime sie, ihre Schwester und ihre Mutter zu Jüdinnen. 1937 flüchtete die Malerin nach Schweden, wo sie sich eine neue Existenz aufbauen konnte und großes Ansehen genoss. Bis ins hohe Alter arbeitete Lotte Laserstein unermüdlich. Als sie 1993 starb, hinterließ sie ein beeindruckendes Werk. Außerhalb Schwedens aber blieb sie lange vergessen. Der Vortrag schildert ihr Leben anhand ihrer wichtigsten Werke, darunter viele Selbstporträts und Porträts, in denen sich auch die gesellschaftspolitische Situation widerspiegelt.

Eintritt frei – eine Anmeldung ist erforderlich.