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Eine jüdische Viehhändlersfamilie in der NS-Zeit

„Der Holzer“ – das war ein Begriff nicht nur bei den Bauern weit über den Landkreis hinaus, sondern auch in der Stadt Traunstein. Schon 1902 hatten sich die Brüder Holzer hier niedergelassen, hier wuchsen die Kinder auf, gingen zur Schule, waren im Sportverein aktiv. Sie fühlten sich integriert; dass sie Juden waren, spielte keine Rolle. Und die antijüdischen Maßnahmen seit der Nazi-Machtübernahme würden nicht von Dauer sein – so hofften sie. Dann kam der 9. November 1938: Mitten in der Nacht begann der Terror vor ihrem Haus in der Traunsteiner Kernstraße, der zur Vertreibung der ganzen Familie führte. Neun Angehörige wurden später in Verichtungslagern ermordet.
Der Vortrag beleuchtet nicht nur diese Traunsteiner Familiengeschichte, sondern informiert auch über die antisemitische Propaganda, über das Schicksal weiterer jüdischer Bürger*innen im Landkreis sowie über den späteren Umgang mit dieser Geschichte.

10,00 € – Bitte melden Sie sich für diesen Vortrag an, keine Abendkasse.

Anmeldung telefonisch oder über die Homepage:

https://www.vhstraunstein.de/nc/programm/gesellschaft-und-leben/kurs/Studium+Generale+Die+Vertreibung+der+Familie+Holzer+aus+Traunstein/nr/A0112/bereich/details/kat/318/