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Das Judentum war nicht nur die einzige monotheistische Religion im Alten Orient, sondern auch die einzige Religion, die ohne Priesterinnen auskam, wodurch diese Aufgabe bis ins 20. Jahrhundert sowohl im Judentum als auch im Christentum den Männern vorbehalten wurde. Im Talmud sind mehr als 2.000 Männernamen überliefert, aber nur ein einziger Frauenname: Berurja, die Tochter und Ehefrau zweier berühmter Rabbinen. Für einen Gottesdienst sind in einer orthodoxen Synagoge mindestens zehn religiös mündige Männer (minjan) erforderlich. Diese Beispiele zeigen, dass das Judentum eine patriarchal geprägte Religion ist. In diesem Vortrag wird kurz dargestellt, welche Vorschriften es für Frauen in den jüdischen Schriften (Altes Testament, Talmud) gibt und welche Auswirkungen diese Bestimmungen für das Leben jüdischer Frauen hatten. Der Schwerpunkt des Vortrages liegt aber auf dem Kampf um „Equal Access“ (d. h. den „gleichberechtigten Zugang zu allen Ämtern und Funktionen in der Synagoge und im Gebet mit der Gemeinde, Ritual und Liturgie“) vor allem in der Orthodoxie. Der Besuch des Vortrages „Einführung in die Welt des Judentums“ (0115) ist hilfreich, aber nicht Voraussetzung.