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Vom Bürgerstolz zum Arisierungszwang
Einige der heutigen großen Münchner Waren- und Bekleidungshäuser waren in jüdischem Besitz und ihre Firmengeschichte gibt Zeugnis vom Schicksal ihrer Eigentümer und Angestellten in der Zeit des Nationalsozialismus und zu Beginn der Bundesrepublik. Die Kaufhäuser des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts prägten mit ihren prunkvollen Fassaden das Stadtbild. Aus kleinen Läden wurden große Einkaufstempeln mit einem allumfassenden Sortiment und zu Konkurrenten der kleinen Läden. Gesangsabende, Restaurants, Teestuben, Lichtreklame, Lieferung der Ware, Umtausch und Rabatte waren Angebote zur Kundenbindung. Über Jahrzehnte versorgten sie die Bevölkerung mit Gebrauchs – und Luxusgütern und mussten dann während der Zeit des Nationalsozialismus politische Repressionen, Zwangsmaßnahmen, Ausweisung, Verlust der Bürgerlichen Rechte und des Vermögens infolge der Arisierung erleiden. Nicht selten stand am Ende die Ermordung in einem Konzentrationslager. Es gab aber auch Beispiele einer guten vertraglichen Regelung.
Unser Weg vom Karlstor zum Jakobsplatz macht mit der Geschichte einiger Kaufhäuser und ihrer Besitzer bekannt.