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Fotografien von Herlinde Koelbl

„Jüdische Portraits“ ist eine Ausstellung der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Zusammenarbeit mit Herlinde Koelbl. Die Erstpräsentation fand im Rahmen der Ausstellung „Spurenlese. Fotografien von Herlinde Koelbl“ im Haus der Geschichte Bonn schon 2013 statt. In der Gegenwart, in der die letzten Zeugen der Shoa versterben, werden deren Worte und Gesichts-Spuren umso bedeutender. „Ich bin, was ich bin. Ein deutscher Jude.“ Mit diesen Worten begegnet Norbert Elias in Herlinde Koelbls Reihe „Jüdische Portraits“ der Frage nach seiner Heimat. Zwischen 1986 und 1989 sucht die Fotografin Herlinde Koelbl deutsch-jüdische Persönlichkeiten auf, welche die Shoa überlebt haben. Sie will, nach eigener Aussage, „zeigen, wen die Deutschen eigentlich vertrieben haben“.

Die Serie umfasst 26 großformatige Portraits von so bekannten Personen wie Grete Weil, Marcel Reich-Ranicki oder Simon Wiesenthal. Den Fotos hat Herlinde Koelbl Auszüge aus Interviews, die sie mit den Portraitierten geführt hat, zur Seite gestellt. So fügen sich Gesichter und Aussagen zu einer einzigartigen Studie über Trennendes und Verbindendes zusammen.

Neben den statischen Fotos der Starfotografin wird als Uraufführung (und während der Laufzeit der Ausstellung) ein im vergangenen Schuljahr entstandenes Filmportrait der Kurzfilmgruppe (P-Seminar) des Armin-Knab-Gymnasiums Kitzingen angefügt. Unter der Leitung von Christian Hanft, Mitglied der erweiterten Schulleitung, gestalteten die Schülerinnen eine Filmdokumentation mit dem Arbeitstitel „Yonatan – Herz, Seele, Kraft“. Für das Interview stellte sich der israelische Nationalspieler Yonatan Dayan zur Verfügung, der sich seit einiger Zeit bei den „Rimparer Wölfen“ verpflichtet hat.