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Bebilderter Vortrag von Helmut Schwarz

„Mut zum Leben“ ist der Titel eines Buches, das die wahre Geschichte der aus Fürth stammenden jüdischen Kaufmannsfamilie Kohnstam erzählt. Es schildert auf ebenso spannende wie berührende Weise, wie sich die bereits zu Beginn der Naziherrschaft in die Niederlande emigrierten Kohnstams 1942 der drohenden Deportation entziehen konnten. Ein Jahr lang waren Hans und Ruth Kohnstam mit ihrem sechsjährigen Sohn Pieter auf der Flucht. Ihre überaus gefährliche Reise führte sie durch Holland, Belgien und Frankreich nach Barcelona. Von dort aus wanderte die Familie schließlich nach Argentinien aus. Besonders interessant ist, dass die Kohnstams gut befreundet waren mit dem Ehepaar Frank, die im selben Amsterdamer Mietshaus wohnten. Dessen durch das Tagebuch weltberühmt gewordene Tochter Anne war die Babysitterin und Spielkameradin des kleinen Pieter.

2006 veröffentlichte Pieter Kohnstam unter dem Titel „A Chance to Live“ die Geschichte der Flucht seiner Familie. Der Historiker Dr. Helmut Schwarz, langjähriger Leiter des Nürnberger Spielzeugmuseums, hat sie ins Deutsche übertragen. In seinem Vortrag zeichnet er die Flucht der Familie nach, würdigt aber auch die Geschichte des Exporthauses Moses Kohnstam & Co., das einst zu den bedeutendsten Spielwarenfirmen Deutschlands zählte.