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Die Idee zu diesem Konzert der Philharmonischen Solisten Essen unter Federführung des Oboisten Gerhard Schnitzler entstand nach dem Anschlag auf die Synagoge von Halle im Oktober 2019. Mozarts Quintett in c-Moll KV 406 stellt sozusagen das Requiem für die fünf jüdischen Komponisten-Kollegen dar, die alle von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Die Suite für Oboe und Violoncello von Leo Smit entstand 1938, ebenso wie das Quartett von Siegfried Borris. Während sich die Suite des Holländers Smit noch durchaus heiter anhört, lässt das Quartett von Borris schon die existentielle Bedrohung im Berlin der 30er Jahre spüren. Die Werke von Gideon Klein, Zikmund Schul und Hans Krass wurden im KZ komponiert und unter dramatischen Umständen heraus gerettet, während ihre Urheber im KZ ermordet wurden.
Ihnen und allen anderen Verfolgten des Naziregimes ist dieses Konzert gewidmet, zur Erinnerung an Gewesenes und Warnung vor Verharmlosung in der heutigen Zeit.

Eine Veranstaltung von Musica Sacra Planegg e.V. in Kooperation mit Gedenken im Würmtal e.V.

Eintritt frei, Spenden erbeten, Anmeldung erwünscht