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Jüdischer Hopfenhandel und Mäzenatentum

Hopfen und Neptun erzählt zwei fast vergessene Geschichten. Fast kein Nürnberger weiß mehr, dass Nürnberg einmal das Zentrum des weltweiten Hopfenhandels war.

Zur selben Zeit wurde wieder die Ansiedlung von Juden in Nürnberg erlaubt.

Viele dieser neuen jüdischen Mitbürger wurden durch ihren Unternehmergeist wohlhabend, insbesondere im Hopfenhandel. Manche verwandelten sich auch in glühende Lokalpatrioten. Und daraus entstand ein großzügiges Mäzenatentum.

Hier fließt die erste mit der zweiten Geschichte zusammen. Als Friedensmahl nach dem 30-jährigen Krieg goss Nürnberg den größten barocken Neptunbrunnen nördlich der Alpen. Allerdings wurde er nie aufgestellt, sondern nach Russland verkauft. Ende des 19. Jahrhunderts wünschten sich die Nürnberger wenigstens eine Kopie ihres Neptunbrunnens. Die immensen Kosten dafür spendete der jüdische Hopfenhändler Ludwig Gerngros. Und so stand ab 1902 dieser Zweitguss auf dem Hauptmarkt. Die Nürnberger waren begeistert, und Gerngros wurde geadelt.

1934 ließen die Nazis den „Judenbrunnen“ vom Adolf-Hitler-Platz entfernen. Er störte die Aufmärsche im Rahmen der Reichsparteitage.

 

Eintritt: 12 €

Weitere Infos und Anmeldung: www.felsengaenge-nuernberg.de, Touristinformation am Hauptmarkt, Nürnberg, Kassenautomat am Historischen Kunstbunker, Obere Schmiedgasse 52

Hinweis: Die Führungen sind für die angegeben Zeiten buchbar. Die Führungen dauern maximal 120 Minuten. Ab 10 Jahren, festes Schuhwerk, nicht barrierefrei, im Bunker werden Helme ausgegeben.