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Die Aufstellung des Neptunbrunnens auf dem Hauptmarkt durch die Stiftung des jüdischen Mäzens Ludwig Gerngros 1902-1934.

Jüdisches Leben war und ist in Nürnberg integraler Bestandteil der Stadtgeschichte. Was erzählen uns die kulturellen Beiträge jüdischer Mitbürger aber darüber hinaus? Im Stadtmuseum im Fembo-Haus sind jüdisches Leben, jüdische Persönlichkeiten und der Umgang mit jüdischer Geschichte stärker präsent, als es für die Besucher bislang sichtbar wird.

Das Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ gibt Anlass, die Zeugnisse jüdischen Lebens innerhalb der bestehenden Dauerausstellung aufzuarbeiten. Sie erzählen weit mehr als allein jüdische Geschichte. Vielmehr stellen sie einen heute weitgehend in Vergessenheit geratenen Anteil an der Stadtgeschichte und an dem gesellschaftlichen Leben in Nürnberg dar – jenseits der Pogrome, der Vertreibung, des Nationalsozialismus und dessen völkerrechtlicher Überwindung, die in anderen Museen der Stadt Nürnberg Thema sind.

Im Stadtmuseum im Fembo-Haus werden dazu 2021 vier Ausstellungseinheiten gezeigt, die das Wirken jüdischer Persönlichkeiten, den kulturellen Beitrag von Künstlern und die gelebte religiöse Kultur veranschaulichen.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg entwarf der Nürnberger Bildhauer Georg Schweigger den Neptunbrunnen. Er sollte als Denkmal des Friedens auf dem Nürnberger Hauptmarkt aufgestellt werden. Doch es kam anders – die Stadt verkaufte die ausladende Brunnenanlage aus Geldnöten an den russischen Zaren. Erst Ludwig Ritter von Gerngros, seinerzeit einer der wichtigsten Mäzene holte den Brunnen 1902 als Nachguss zurück in das Zentrum der Stadt.

Die Führung am Modell des Neptunbrunnens, das Philipp Kittler anlässlich des Nachgusses erstellte, beleuchtet den Brunnen und seine Geschichte näher.

Eintritt / Kosten Kosten: 3 EUR zzgl. Museumseintritt
Maximal 6/12 Teilnehmer. Während der Veranstaltung sind die geltenden Regeln zum Infektionsschutz (Mund-Nasen-Schutz, Abstandsregeln) durchgehend einzuhalten.
Eine Voranmeldung, unter Angabe des Namens aller teilnehmenden Personen sowie einer Telefon- bzw. Handy-Nr. bis spätestens am Donnerstag vorher ist erforderlich unter Tel. 1331-238 bzw. per E-Mail an: erwachsene@kpz-nuernberg.de