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Im Zuge der denkmalgerechten Instandsetzungsmaßnahme des Sebalder Pfarrhofes kam es 2019 und 2020 zu sensationellen Wiederentdeckungen historischer Zeugnisse jüdischen Lebens in Nürnberg: In der Eingangshalle des Pfarrhofes wurde ein jüdischer Grabstein von 1334 und eine Holzbrettertür von ca. 1500 mit hebräischer Inschrift wiederentdeckt.

Aufgrund der Entdeckung von „Stein & Tür“ wurde das Raum- und Nutzungskonzept des Pfarrhofes geändert. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde in Nürnberg (IKGN) hat zugestimmt, Grabstein und Holztür nicht zu restituieren, sondern als gemeinsam genutzte Vermittlungschance mitten in der Altstadt vor Ort zu belassen. So wurde gemeinsam eine Ausstellung entwickelt. Ab 20. Mai wird sie als „Stein & Tür – Jüdische Spuren im Sebalder Pfarrhof“ täglich geöffnet und frei zugänglich sein.

Die Ausstellung informiert in deutscher und englischer Sprache über den Grabstein und den Segensspruch. In Schlaglichtern wird die wechselvolle Geschichte der jüdischen Gemeinde Nürnbergs bis heute erzählt. Hörstationen und „Sebi, die Schnecke“ leiten insbesondere Kinder durch die Ausstellung und bieten einen unmittelbaren Einblick in diesen Teil der Nürnberger Geschichte.