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Ein musikalisch-literarischer Abend mit Daniel Hope
Die jüdische Geschichte seiner Berliner Vorfahren

Angefangen mit dem ersten Rabbiner von Potsdam Jechiel Michel, Kupferstecher unter Friedrich dem Großen und gleichzeitig Hanf-Fabrikant, über die Familie Falk, deren Name schließlich zu Valentin wurde, erzählt Hope diese Reise mit Musik und Texten aus der Zeit zwischen 1780 und 1938.
Das Publikum lernt eine faszinierende Seite von Daniel Hopes Herkunft kennen, ergänzt durch Bilder und Projektion. Die Amerikareise von Hopes Ur-Urgroßvater Julius Valentin gemeinsam mit Emil Rathenau ist ein einmaliger Einblick eines jüdischen Eisen- und Stahlfabrikbesitzers, der die Neue Welt in der Zeit der Belle Époque miterlebt und in all seinen Facetten beschreibt. Die Berliner Villa von Wilhelm Valentin wurde zu einer Metapher für die bewegte Geschichte des 20. Jahrhunderts: jüdisches Leben in Berlin, Assimilation und Enteignung durch die Nationalsozialisten. Die jüdische Waldschule Kaliski, die in dem Haus der Familie Valentin provisorisch installiert wurde, gilt als Symbol des jüdischen Kampfes um das Überleben. Die letztendliche Übernahme des Hauses und der Fabrik der Familie durch Außenminister von Ribbentrop höchstpersönlich durchleuchtet eines der düsteren Kapitel des vorigen Jahrhunderts auf eine sehr persönliche Art und Weise.
Daniel Hope (Violine und Lesung), Jacques Ammon (Klavier)
Werke von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Maurice Ravel, Erwin Schulhoff, Robert Dauber, Kurt Weill und Hanns Eisler.

Konzertkarten: Literaturhandlung im Jüdischen Museum München
Tel. 089 2800135, info@literaturhandlung.de

Eine Veranstaltung der Liberalen jüdischen Gemeinde München Beth Shalom und des Erzbischöflichen Ordinariats München in Kooperation mit Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des Liberalen Judentums in München e. V., der Domberg-Akademie, der Evangelischen Stadtakademie München, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit München, der Literaturhandlung München, der Union progressiver Juden in Deutschland K.d.ö.R. und #2021JLID. Mit freundlicher Unterstützung von Steinway & Sons München