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Arbeit am eigenen Schatten
Vortrag

Die neutestamentlichen Schriften spiegeln die Auseinandersetzung der messianisch-christlichen Gemeinden mit dem zeitgenössischen Judentum wider. Das frühe Christentum liest das Neue Testament antijudaistisch und schafft ein Stereotyp des Jüdischen. Über Jahrhunderte ringen beide Traditionen miteinander, wobei das politisch mächtige Christentum Juden oft gewaltsam verfolgt. In der Moderne ließ sich diese antijüdische Tradition allzu leicht antisemitisch wenden. Nur wenn sich die Kirche heute bewusst mit der konstitutiven An- und Abgrenzung gegenüber dem Judentum auseinandersetzt, kann sie Antijudaismus in den eigenen Reihen überwinden und in der Verwiesenheit auf das Jüdische die Tiefe der eigenen Sendung erfahren. Der Vortrag stellt sich einer dunklen Seite des Christentums, um daraus Kraft für Erneuerung zu finden.
Dr. Christian Rutishauser SJ ist katholischer Theologe und Judaist. Seit 2021 ist er Delegat für Schulen und Hochschulen der neu gegründeten Zentraleuropäischen Provinz der Jesuiten.

Eintritt frei
Anmeldung erforderlich
https://www.mvhs.de/programm/die-zukunft-der-erinnerung-nach-dem-zivilisationsbruch.20169/N136150

Auch als Online-Übertragung buchbar (N136155)
https://www.mvhs.de/programm/die-zukunft-der-erinnerung-nach-dem-zivilisationsbruch.20169/N136155