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Ein Stück von Leo Hiemer über die Beziehungen von Gabis Mutter und Kardinal Faulhaber, inszeniert von Silvia Armbruster, produziert vom Theater in Kempten.

Februar 1935. Die Jüdin Lotte Eckart aus Augsburg wird bei Kardinal Faulhaber in München vorstellig: Sie will getauft werden. Der Kirchenmann nimmt sich der jungen Frau väterlich an, empfiehlt sie zur Taufe und firmt sie. Auch Lottes uneheliche Tochter Gabi wird
gleich nach der Geburt getauft. Dennoch werden Mutter und Kind von den Nationalsozialisten weiterhin als Juden geführt. Faulhaber
unterstützt deshalb Lottes Versuche, mit ihrem Kind nach Amerika auszuwandern. Doch die Sache gestaltet sich schwierig und der Kampf um die Rettung der getauften Jüdin und ihres unehelichen Kindes wird immer mehr zum Drama.

In seinen Tagebüchern notiert Kardinal Faulhaber vierzehn Begegnungen mit Lotte. Ausgehend von diesem authentischen Material macht Leo Hiemer in der Begegnung von zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, auch den fragwürdigen Balanceakt der Kirche zwischen Verteidigung des Glaubens und Loyalität zum Regime greifbar.

Nach dem Film „Leni… muss fort“, dem Buch „Gabi. Geboren im Allgäu. Ermordet in Auschwitz“ und der Ausstellung „Geliebte
Gabi“ setzt sich der Filmemacher Leo Hiemer ein weiteres Mal mit dem Schicksal von Gabriele Schwarz auseinander. Zum ersten Mal
widmet er sich nun der Geschichte ihrer Mutter Lotte Eckart und ihrer verzweifelten Versuche, sich und ihr Kind vor den Nationalsozialisten
zu retten – mit Hilfe keines Geringeren als Kardinal Faulhaber.

Anmeldung: www.theaterinkempten.de oder 0831 8702323
Eintritt: 28 € oder ermäßigt*