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„Von der Aggada bis zu den Zwischenfeiertagen: Jüdische Gewöhnlichkeiten und Besonderheiten gestern und heute“

Schon David ben Gurion scheiterte vor Jahr und Tag daran zu definieren, wer oder was jüdisch ist. Seit der Antike bis zur Gegenwart gestaltet sich jüdisches Leben äußerst vielgestaltig.

Diskussion und leidenschaftlicher Streit gehören ebenso dazu, wie große Festivitäten mit vielen einzelnen Bräuchen, von denen etliche der Beteiligten nicht wissen, warum man sie eigentlich praktiziert. Einiges davon kann man klären – dazu sind Sie herzlich eingeladen, und zum Widerspruch ebenso.

 

„Stadt – Land – Stadt. Ländliches Judentum in Franken“

Bis in die NS-Zeit gab es nirgendwo im deutschsprachigen Raum so viele jüdische Gemeinden wie in Franken. Die jüdische Bevölkerung in Franken lebte, wie in anderen Regionen Süddeutschlands auch, vom Spätmittelalter bis in das 19. Jahrhundert hinein mehrheitlich auf dem Land. Nach einer Blütephase der städtischen Gemeinden im Spätmittelalter wurden Jüdinnen und Juden aus den meisten Städten vertrieben. Sie siedelten sich in Dörfern und Kleinstädten an. Im 19. Jahrhundert erfolgte schrittweise die rechtliche Gleichberechtigung, die auch die Niederlassungsfreiheit mit sich brachte. Juden und Jüdinnen wanderten ins Ausland aus, vor allem in die Neue Welt, oder in die Städte in der Region und darüber hinaus ab.

Im Vortrag wird ein zeitlicher Bogen der Geschichte des ländlichen Judentums in Franken von der Phase der Vertreibung aus den Städten im Spätmittelalter, über die Blütephase des ländlichen Judentums bis hin zur Phase der Aus- und Abwanderung ab dem 19. Jahrhundert gespannt.

 

Leitung: Prof. Dr. Susanne Talabardon, Professur an der Univ. Bamberg, Rebekka Denz M. A., Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Univ. Bamberg

Eintritt frei

Anmeldeschluss: 23. Juni 2021