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Vortrag von Susanne Klemm M.A., Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege,

In Bayern gibt es heute 124 historische, in die Denkmalliste eingetragene jüdische Friedhöfe mit ca. 80.000 Grabsteinen und weitaus mehr Bestattungen. In ländlichen Orten, so auch in Pfaffenhausen bei Hammelburg, sind große Verbandsfriedhöfe zu finden, die von mehreren Gemeinden als zentrale Begräbnisstätten genutzt wurden. Ihre Gründung reicht oft in das 15. und 16. Jahrhundert zurück. Die Grabstätten und Grabsteine gehören den Verstorbenen auf ewig, daher werden jüdische Grabstätten niemals aufgelassen.
Mit der Auslöschung der israelitischen Gemeinden in der Zeit des Nationalsozialismus waren die Friedhöfe verwaist. Die Grabsteine in den Friedhöfen sind durch fortschreitende Verwitterung, die mit einem Verlust der Grabinschriften einhergeht, stark gefährdet. Eine Dokumentation der 80.000 Grabmale in Bayern ist daher dringend geboten.
Susanne Klemm, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Projekt „Erfassung jüdischer Grabmäler in Bayern“, stellt Ziele und Methoden des zunächst auf drei Jahre festgelegten Projektes „Erfassung jüdischer Grabmäler in Bayern“ vor. Für einige jüdische Friedhöfe liegen bereits qualifizierte Daten vor, die im Rahmen von Forschungen, aber auch durch zahlreiche ehrenamtliche Initiativen erarbeitet wurden.

Veranstalter: Stadt Hammelburg – Museum Herrenmühle