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500 Jahre jüdisches Leben in Fürth
Gespräch mit Dr. Thomas Jung, Rabbiner Guggenheim, Daniela F. Eisenstein und Jörg Skriebeleit; Moderation: Monty Ott

Jahrhundertelang war Fürth die Heimat einer blühenden jüdischen Gemeinde mit einer herausragenden Infrastruktur. Zentrum des religiösen Lebens war dabei der Schulhof mit seinen vier Synagogen, der in der Reichspogromnacht vollkommen zerstört wurde. Die Stadt Fürth erinnert an diese Verbrechen mit einer jährlichen Gedenkveranstaltung.

In diesem Jahr veranstalten die Stadt Fürth, die Israelitische Kultusgemeinde und das Jüdische Museum Franken erstmals gemeinsam ein öffentliches Chanukkia-Zünden samt Chanukka-Markt und bringen damit jüdisches Leben
an den Ort, der einst das pulsierende Herzstück der Gemeinde war.
In der Gesprächsrunde wollen wir darüber sprechen, was eine zeitgemäße Auseinandersetzung mit jüdischer Geschichte
und jüdischem Leben heute ausmacht. Wie ist es möglich, Verlust erfassbar und jüdisches Erbe sichtbar zu machen? Und was ist nötig, um jüdisches Leben nicht mit Shoa und Antisemitismus gleichzusetzen, sondern ein Bewusstsein für die Vielfalt jüdischer Lebensrealitäten im heutigen Deutschland zu schaffen? Was bedeutet das für das 2028 anstehende Jubiläumsjahr „500 Jahre jüdisches Leben in Fürth“ und wie können wir den ehemaligen Schulhof mit seiner herausragenden Bedeutung einbinden?