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Judenfeindschaft gehört neben extremem Nationalismus und politischem Radikalismus zum Kern antidemokratischen Denkens. Im „Dritten Reich“ begann die Verfolgung der Juden mit Boykotten, sozialer Diskriminierung und Abbau ihrer Rechtsstellung. Mit den gewalttätigen Ausschreitungen am 9. November 1938 trat der Antisemitismus in eine Phase ein, die im Sprachgebrauch der Nazis ab 1941 verhüllend als „Endlösung“ bezeichnet wurde. In der Nacht zum 10. November 1938 aber wurden – öffentlich und vor aller Augen – in Deutschland über 1300 Menschen ermordet oder in den Selbstmord getrieben, an die 1400 Synagogen und Gebetshäuser zerstört und Tausende von jüdischen Geschäften und Wohnungen geplündert. Auch in unserer Region tobte das Pogrom. Neben Forchheim waren Adelsdorf, Mühlhausen, Ermreuth, Hagenbach, Wannbach, Pretzfeld und vor allem Aufseß Orte der Hetzjagd auf die wenigen Juden, die hier lebten. Darüber geht es in dem Power-Point-Vortrag und auch darüber, wie nach 1945 die Täter dafür bestraft wurden.

Vortrag von Dr. Manfred Franze