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Jüdische Friedhöfe sind ruhevolle Orte. Oft abseits der Städte angelegt, zeigen sie eine beeindruckende Vielfalt an Grabmälern vom ausgehenden Mittelalter bis in die 1940er Jahre. In Bayern gibt es heute 124 jüdische Friedhöfe mit ca. 80.000 Grabsteinen. Bereits 1929 forderte der jüdische Kunstsammler Dr. Michael Berolzheimer eine Inventarisierung jüdischer Grabinschriften – eine Arbeit die bisher erst für wenige Friedhöfe in Süddeutschland geleistet werden konnte. Das ist umso bedauerlicher, als die Inschriften auf den Grabsteinen jüdischer Friedhöfe einerseits durch Verwitterung und Verfall unwiederbringlich bedroht sind, sie andrerseits aber eine Quelle ersten Ranges für die Erforschung der Geschichte der jüdischen Gemeinden darstellen. Eine umfassende Dokumentation der Grabmäler und ihrer Inschriften ist daher dringend geboten. Sie wird durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege seit 2020 in einem interdisziplinären Projekt realisiert. Im Vortrag werden Ziele, Methoden und erste Ergebnisse des Projekts erläutert.
Susanne Klemm war bis 2020 Leiterin des Fränkischen Museums und ist jetzt für das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege tätig.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei.
Anmeldung erbeten unter 09852 90444.

 

Jüdisches Feuchtwangen
Recall Change Repeat Fade
Eine Veranstaltungsreihe der Stadt Feuchtwangen,
der Kreuzgangspiele, des Fränkischen Museums und KunstKlang
zum Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“

Informationen und Karten:
Kulturbüro Feuchtwangen
Marktplatz 2
91555 Feuchtwangen
Karten- und Infotelefon: 09852 90444
E-Mail: kulturamt@feuchtwangen.de sowie mail@kreuzgangspiele.de
Internet: www.juedisches-feuchtwangen.de