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Arien und Lieder in Memoriam Joseph Schmidt

1933: Joseph Schmidt ist in Deutschland ein Star. Durch das Radio und dank zahlreicher Schallplatten erreicht er mit seiner Stimme größte Popularität. Sein Gesicht ziert alle großen Illustrierten. Seine Konzerte sind immer ausverkauft. Mit dem Tonfilm wird aus dem Star ein Superstar! Mit dem Film „Ein Lied geht um Welt“ hat es der nur 1,50 Meter große Sänger endgültig geschafft. Doch schon 1934 flieht Schmidt nach Wien, denn sein immenser Erfolg ist im nationalsozialistischen Deutschland nicht gern gesehen. 1937 gibt er sein letztes Berliner Konzert – die Welt hingegen will ihn. In den USA wird er zum Star, in Deutschland werden nun auch seine Filme verboten. Er geht nach Brüssel, wo er das einzige Mal in seinem Leben auf der Opernbühne steht – als Rudolfo in „La Bohème“. Nachdem die Deutschen die Benelux-Staaten überfallen haben, flüchtet er nach Südfrankreich und wartet auf eine Überfahrt nach Kuba. Die Ausreise misslingt. Illegal reist Schmidt in die Schweiz – beinahe mittellos. Als Staatenloser bricht er auf der Straße zusammen und wird von der Polizei in ein Flüchtlingslager verbracht, wo er am 16. November 1942 an Herzversagen stirbt. Siyabonga Maqungo, Solist an der Staatsoper Unter den Linden, und Christiane Karg ehren diesen Ausnahmekünstler mit einigen Werken, die ihn unvergessen machen und mit Kompositionen von Max Kowalski.
Zu hören sind Christiane Karg, Sopran; Siyabonga Maqungo, Tenor und Ulrike Payer am Klavier.

In Kooperation mit der Konzertreihe KunstKlang unter künstlerischer Leitung von Christiane Karg ist ein Wochenende mit insgesamt drei Konzerten explizit jüdischer Komponist*innen und jüdischer Musik gewidmet. Erinnern wollen wir unter anderem an den jüdischen Tenor Joseph Schmidt, Ende der 1920er Jahre ein Weltstar, der sich nicht von den Nazis vereinnahmen ließ, fliehen musste und schließlich in einem Lager in der Schweiz starb. Darüber hinaus sollen Werke jüdischer Komponist*innen zu Gehör gebracht werden, darunter solche, die sonst wenig zur Aufführung kommen.

 

Jüdisches Feuchtwangen
Recall Change Repeat Fade
Eine Veranstaltungsreihe der Stadt Feuchtwangen,
der Kreuzgangspiele, des Fränkischen Museums und KunstKlang
zum Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“

Informationen und Karten:
Kulturbüro Feuchtwangen
Marktplatz 2
91555 Feuchtwangen
Karten- und Infotelefon: 09852 90444
E-Mail: kulturamt@feuchtwangen.de sowie mail@kreuzgangspiele.de
Internet: www.juedisches-feuchtwangen.de