Lade Veranstaltungen

Bamberg – da denkt jeder an Dom, Altes Rathaus oder Klein Venedig. Die tausendjährige Geschichte ist zum Greifen nah. Doch einen bedeutenden Aspekt verliert man leicht aus dem Blick: Die jüdische Geschichte der Stadt.
Jüdisches Leben in Bamberg gibt es vom Mittelalter bis heute. Manche Spuren dieses Lebens sind kaum zu übersehen, einige muss man suchen, viele sind für immer verloren. Die Ausstellung „Jüdisches in Bamberg“ im Historischen Museum Bamberg zeigt Spuren auf, die seit dem Mittelalter die in Franken lebenden Juden hinterlassen haben. Anhand historischer Quellen, Zeitzeugenberichte und zahlreicher Kunst- und Alltagsgegenstände berichtet sie von der wechselvollen Geschichte, dem Ende und Neubeginn jüdischen Lebens in Bamberg. Das über die Jahrhunderte hinweg konfliktreiche Zusammenleben mit der christlichen Mehrheit, Vertreibung und Pogrome sowie der tiefe Einschnitt durch den Nationalsozialismus führten dazu, dass die materielle und geistige Kultur der Bamberger Juden nur fragmentarisch überliefert ist. Die Ausstellung macht die erhaltenen Spuren sichtbar und stellt ihre Verknüpfungen in der Geschichte dar.
Anhand persönlicher Schilderungen, wie dem Tagebuch Erika Löbls oder den Erinnerungen Margot Herrmanns, und Zeitzeugeninterviews wird Geschichte dabei hautnah erlebbar und bietet einen Ausgangspunkt für eine vielfältige Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus, Antisemitismus, Rassismus, Religion und dem Thema Flucht und Asyl aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Ausstellung „Jüdisches in Bamberg“ ist die Basis der Veranstaltungsreihe „Spurensuche“, die im Oktober des Jubiläumsjahres im Historischen Museum angeboten wird. Die Vielfalt der Themen und Ansätze der Ausstellung bieten zahlreiche Zugänge zu den Aspekten der vielfältigen und wechselhaften jüdischen Geschichte und Gegenwart nicht nur in Bamberg, sondern deutschlandweit.