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Zur Erstedition des bislang unveröffentlichten Manuskripts. Buchvorstellung durch Archivdirektor Horst Gehringer, Stadtarchiv Bamberg und Museumsdirektorin Dr. Regina Hanemann, Museen der Stadt Bamberg

Im Frühjahr 2020 traf bei den Museen der Stadt Bamberg ein Brief von einem Germanistikprofessor im Ruhestand ein, der uns ein Manuskript mit den Lebenserinnerungen einer Bambergerin zur Aufbewahrung anbot. Wir erhielten die Erinnerungen der Margot Hermann, geborene Wassermann (1906 – 1998) und waren von dem sehr persönlichen Text beeindruckt. Die Museen und das Stadtarchiv Bamberg haben sich zusammengetan um den Text (versehen mit Anmerkungen und Fotos) zu publizieren. Margot, eine Tochter von Dr. Albert und Frieda Wassermann, Enkelin von Emil Wassermann, Mitbesitzer der Bank »A. E. Wassermann«., war wegen ihres jüdischen Glaubens verfolgt und rechtzeitig nach Südafrika ausgewandert. Es gelang uns, Margots Tochter aufzuspüren, die uns eine Publikation erlaubt hat. Auch weitere Mitglieder der Familie Wassermann haben sich schon erfreut gemeldet. Aus den Lebenserinnerungen geht hervor, dass die junge Margot schon im familiären Umfeld Kontakte in die ganze Welt knüpfen konnte; der bildungsbürgerliche Haushalt, in dem Kunst und Kultur eine große Rolle spielten, gab ihr ein stabiles Gerüst für das ganze Leben mit. An Bamberg dachte sie im Alter mit Wehmut, an Tage und Feste im Hain, an die Freundinnen und Schulzeit, an die vielen Verwandten und an den Dackel Bonaparte, genannt Bonerl; zurückgekehrt ist sie, die durch rechtzeitige ihre Flucht ihr Leben rettete, nie. Wir wünschen uns, dass durch das geplante Buch eine Rückkehr dieser liebenswerten Frau in viele Bamberger Herzen und Bücherregale gelingt.

Eintritt frei – eine Anmeldung ist erforderlich.