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Noch im Hochmittelalter waren auch Juden an der Saline Bad Reichenhall beteiligt, ehe sie – einhergehend mit dem zunehmenden Antijudaismus – im Verlauf der Zeit zusehends in den gesellschaftlich verpönten Geldhandel abgedrängt wurden. Im 19. Jahrhundert finden sich Menschen jüdischen Glaubens verstärkt als Kurgäste in Bad Reichenhall, dem zu Beginn des 20. Jahrhunderts sogar das Image eines „Judenbades“ anhaftete. Diese kulturell faszinierende Epoche fand ihr Ende erst in der brutalen Umsetzung antisemitischer Hetzkampagnen durch die Nationalsozialisten zu Ende der 1930er Jahre. Ein neues Kapitel wurde nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Errichtung eines Lagers für „Displaced Persons“ aufgeschlagen: Zeitweise lebten dort knapp 6000 Menschen – großteils jüdischen Glaubens – in der Hoffnung, nach Jahren der Verfolgung in Palästina, Australien oder Kanada ein neues Leben beginnen zu können.

Dozent: PD Dr. Johannes Lang, Stadtheimatpfleger und Dipl.-Kulturmanager

Bad Reichenhall, Altes Feuerhaus (Aegidiplatz 3), Saal

Teilnahme kostenlos, Voranmeldung nötig

Gefördert durch den Verein „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.“