„Gewalttat von Höchberg unvorstellbar“
„Es ist unvorstellbar, dass ein Mann in Unterfranken von einem Gewalttäter angegriffen wird, weil er eine Israelflagge am Revers trägt“, so Bayerns Antisemitismusbeauftragter Dr. Ludwig Spaenle zu dem Anschlag eines Syrers auf ein Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Höchberg. Bei islamistisch geprägten Vorstellungen, die in Deutschland zu antisemitischen Straftaten geführt hätten, spielten die Einstellungen von Menschen, die nach Deutschland gekommen sind und bereits in ihrer Kindheit und Jugend oder in ihrem Umfeld judenfeindliche Vorstellungen eingesogen haben, oft eine Rolle.“
Die antisemitische Straftat sieht der Antisemitismusbeauftragte aber in einem größeren Kontext in der Bundesrepublik und auch in Bayern: „Wir haben in einem wachsenden Teil der Gesellschaft in Deutschland und Bayern eine tiefgreifende Erosion der Werte. Das betrifft auch die Tatsache, dass Antisemitismus selbst in Teilen der Mitte der Gesellschaft salonfähig geworden ist. Da dürfen wir nicht tatenlos zusehen.“ Er ergänzte: „Leider können wir uns nicht absolut vor solchen Übergriffen schützen“, so Dr. Spaenle.
Aber: Demokratieerziehung und Präventionsmaßnahmen einerseits, aber andererseits auch harte Konsequenzen des demokratischen Rechtsstaats gegen Täterinnen und Täter seien die richtigen Antworten. Sie werden ihre Wirkung nicht verfehlen.
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Im Juli-Newsletter des Beauftragten lesen Sie unter anderem Beiträge zum Abschied des bundesdeutschen Antisemitusmusbeauftragten Dr. Felix Klein, über eine Veranstaltung von Dr. Ludwig Spaenle mit Christian Springer und über den neuen bayerisch-jüdischen [Mehr...]
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